Die Singende Revolution als eine geistige Kraftquelle
- Die Singende Revolution Ende 80er Jahre
- Die Story der lettischen zwei Euro Münze
- Besuch des Volksfrontmuseums
- Gespräch mit den Politikern der Volksfront
- Besuch der neuen Nationalbibliothek
Diese überdimensional grosse Nationalflagge Lettlands weht 2014 über den Innenhof des KGB Gebäudes in Riga, als das ehemalige Haus des sowjetischen Sicherheitsdienstes zum ersten Mal nach der zurückerlangten Unabhängigkeit 1991 Besuchern eröffnet wird. Jahrelang hat man sich an das Haus nicht herangewagt. “Ich weiss nicht, ob ich das sehen muss”, sagen viele, wenn sich die Möglichkeit bietet, die ehemaligen Keller des sowjetischen Sicherheitsdienstes zu besichtigen. Wagt man sich da rein, will man noch eine Weile innehalten. Und der Knäuel im Hals verschlägt einem den Atem aus Dankbarkeit über die Freiheit und das Leben.
Die Singende Revolution und die neue Nationalbibliothek

Die Bücherkette am 20. Januar 2014, bei der die Bücher von Hand in Hand in die neue Nationalbibliothek transportiert wurden, erinnert noch heute viele an die Menschenkette bzw. den Baltischen Weg vom 23. August 1989. Damals bildeten die Menschen von Tallinn über Riga bis Vilnius eine Menschenkette, um Hand in Hand zu zeigen, dass Estland, Lettland und Litauen zu Europa gehören und nicht zur Sowjetunion. Die Idee, eine neue Bibliothek zu bauen, wurde schon damals, Ende 80er Jahre während der Singenden Revolution entwickelt. Die Bibliothek sollte ein Lichtschloss werden, eins, das erst in die Daugava versank und dann wieder auferstand. Lettland gewann seine Unabhängigkeit 1991 zurück. Die neue Nationalbibliothek liess allerdings noch bis 2014 auf sich warten.
P.S. Mehr über die Menschenkette 1989 und die Bücherkette 2014 im Reiseführer „Wo die Ostsee Westsee heisst. Baltikum für Anfänger“.